Tolles Wetter, ein super Match und dann:
Platz für die nachfolgenden Spieler/-rinnen abziehen und zu allem Überdruss vorher auch noch die Macken, die bei den genialen Netzangriffen und beim beharrlichen Grundliniengewühle irgendwoher gekommen sind, ausbessern?
Platzpflege ist ein lästiges Beiwerk zum Tennisspielen und eigentlich vertane Zeit. Ist doch halb so schlimm, war doch vorher kaum besser und gemerkt wird es wohl keiner haben. Also fix nur mal kurz mit der Matte über den Platz, innerhalb der Einzellinien reicht völlig ( wer spielt schon Doppel und nutzt die ganze Breite?), und dann duschen und was trinken.

Man kann es auch anders sehen:
Der Technische Leiter in Zusammenarbeit mit dem Platzmeister ist unter anderem für die Pflege der Plätze während der Sommersaison Plätze zuständig. Aber auch die aktiven Mitglieder sollten ihn dabei unterstützen. Gründliche Platzpflege durch alle Aktiven gehört zum Spiel und ist das Fundament für eine gute und lange Saison auf intakten Plätzen. Macken in den Plätzen, die nicht sofort ausgebessert werden, und mangelhafte Platzpflege führen zu Schäden, die uns die ganze Saison verfolgen.


ALLGEMEINE HINWEISE: Vor Spielbeginn
Der Platz muss freigegeben und spielfähig sein. Er darf nur mit Tennisschuhen bespielt werden. Bei trockenen Witterungsperioden müssen die Plätze ständig erdfeucht gehalten werden. Deshalb müsst Ihr, wenn es notwendig ist, vor Spielbeginn den gesamten Platz künstlich bewässern. Schläuche ordentlich ablegen.
Warum:
Der Tennenbelag (Ziegelmehl) hat eine bestimmte Körnigkeit. Ist die Oberfläche zu trocken, wirken die Tennisschuhe und Tennisbälle wie Mühlensteine. Das Korn wird zu Mehl, die Oberfläche verdichtet sich, die Wasserdurchlässigkeit lässt nach und es bilden sich Senken. Das führt zu hochstehenden Linien und bei Regen eventuell zu Seenlandschaften auf den Plätzen.
Anmerkung:
Um die sogenannte Staublunge zu vermeiden sollte dieser Tipp unbedingt umgesetzt werden.

ALLGEMEINE HINWEISE: Nach Spielende
Ausbessern von Belagsdurchtritten (Senken in Grundlinienbereichen, kantiger Schuheindruck etc.. Werkzeug: Scharrierholz glatte Seite. Abziehen des gesamten Platzes (nicht nur das markierte Spielfeld) mit Schleppnetzen. Hierbei ist zu beachten: Bitte immer von außen nach innen und den ganzen Platz abziehen (siehe Skizze rechts oder Hinweisschilder an den Eingangspforten der Plätze). Dadurch wird eine sogenannte Glatzenbildung vermieden und der Tennenbelag lagert sich nicht in den Randbereichen der Plätze ab. Eine Moosbildung in diesen Platzbereichen kann dadurch auch verhindert werden. Das nach dem Spiel mit einem Handbesen die Spielfeldbegrenzungen abgefegt werden, versteht sich von selber.
Benutzte Geräte wieder ordnungsgemäß wegstellen bzw. hinhängen.

Eine letzte Bitte an die Spieler/-rinnen die zum Abschluss spielen: Bitte nach Spielbeendigung, bei trockenen Witterungsperioden, den Platz wässern (nicht nur besprühen).

Diese Mithilfe von allen Aktiven ist sehr wichtig. Vieles macht der Platzmeister. Er kann aber nicht zaubern. Treten größere Schäden auf, müssen die betreffenden Stellen grundüberholt werden. Der oder die Plätze müssen gesperrt werden, der Spielbetrieb wird eingeschränkt,  die Aktiven sind sauer und die Stimmung wird mies. Dies alles kann vermieden werden!
Der Platz sollte so verlassen werden, wie man ihn gerne vorfindet.